ZUWANDERUNG VERSCHIEDENER VOLKSGRUPPEN NACH MÜNCHEN

Die alteingesessenen Münchener sehen sich von verschiedenen Seiten aus bedroht in ihrer Lebensweise. Zum Einen ziehen ständig deutsche Bundesbürger aus anderen Bundesländern, besonders aus den 'neuen' Bundesländern, nach München, zum Anderen kommen immer mehr Bürger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union sowie Bürger anderer Nationen zum Zwecke der Wohnungsaufnahme nach München. Inzwischen kommt jeder zehnte Einwohner Münchens aus einem anderen Land, in Augsburg liegt der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung noch höher. Bei Unternehmen ist München ebenfalls ein sehr beliebter Standort. 2009 rangierte die bayerische Landeshauptstadt München ganz oben in der Beliebtheitsskala für Industriestandorte.

DIE JÜDISCHE VOLKSGRUPPE IN MÜNCHEN

Auch wenn Bayern und besonders München seinerzeit eine der Hochburgen der Nazi-Bewegung war, gibt es inzwischen wieder einen beachtlichen Teil jüdischer Bewohner Münchens.
Alljährlich gibt es Jüdische Kulturtage in der bayerischen Landeshauptstadt, zuletzt im Jahre 2009 zum 23. Mal. Bei dieser Gelegenheit fanden wieder Veranstaltungen in verschiedenen Kulturbereichen statt, worunter sich Konzerte, Filmvorführungen, Ausstellungen, Multimedia-Performances und Vorträge befanden. Damit wird nicht nur dem jüdischen Teil sondern der gesamten Münchener Bevölkerung die Möglichkeit geboten, die jüdische Kultur näher kennenzulernen. Bei den 23. Jüdischen Kulturtagen München standen dabei der 100. Jahrestag der Gründung der israelischen Metropole Tel Aviv sowie die deutschen Juden in Israel, die Jekkes, und ihr Anteil am Aufbau und an der Kultur Israels im Mittelpunkt.
Musikalische Leckerbissen wurden vom She 'Koyokh Klezmer Ensemble aus London, dem Damentrio HaBanot Nechama, der Sängerin Bente Kahan und der Gruppe Aufwind aus Berlin sowie von der Münchener Künstlerin Andrea Pancur.
Filme werden an verschiedenen Orten vorgeführt: im Instituto Cervantes, wo der Film "Dies sind die Namen - Die vergessenen Juden von Mallorca" präsentiert wird. Auch das Jüdische Museum München nimmt teil, dort wird der Dokumentarfilm "Der Klang der Worte - Deutsche Sprache in Jerusalem" gezeigt. Daneben wird im Gasteig mit Unterstützung der Kinemathek des Deutschen Historischen Museums der Film "Etz O Palestine - Die wahre Geschichte Palästinas" vorgeführt.
Die Veranstaltungen der Jüdischen Kulturtage München werden alljährlich von der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e. V. organisiert, wobei der Verein mit der Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus sowie des Kulturreferats der Landeshauptstadt München rechnen kann.
Es sei bemerkt, dass die Juden in Bayern schon seit langer Zeit ansässig waren, z.B. in den Gemeinden Mühlhausen und Zeckern im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt, wo jüdische Friedhöfe seit dem 14. bzw. 18. Jahrhundert bestehen.

DIE TÜRKEN IN MÜNCHEN

Es ist ein Irrtum, anzunehmen, die Türken seien erst als Gastarbeiter im Zuge des Wiederaufbaus nach Bayern gekommen. Tatsächlich ist die türkische Volksgruppe schon seit mehr als 300 Jahren in Bayern und München präsent und zwar seit der bayerische Kurfürst Max Emanuel 1686 mit zahlreichen türkischen Kriegsgefangenen von seiner Beteiligung an der Verteidigung Wiens zurückkehrte, einem Unternehmen, das 30 000 bayerischen Soldaten das Leben gekostet hatte. Besagte Kriegsgefangenen mussten während langer Zeit Frondienste bei Rodungs- und Bauarbeiten verrichten.
Dies war aber keineswegs der erste Kontakt zwischen bayerischer und türkischer Kultur. Den hatte es 1396 gegeben, als der Münchener Knappe Hans Schiltberger in der Schlacht bei Nikopolis in türkische Gefangenschaft geriet und daraufhin 30 Jahre lang am Hof des türkischen Sultans diente, bis er 1427 nach Bayern zurückkehrte, woraufhin 1476 ein Buch mit seinen Impressionen und Betrachtungen veröffentlicht wurde, das noch heute als wichtige Quelle frühosmanischer Kultur gilt.
Massiv wurden die Türken dann nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge des Wiederaufbaus der zerstörten Infrastruktur in Deutschland und Bayern ansässig. Damals wurden sie als Arbeitskräfte benötigt, wozu am 30. Oktober ein Vertrag zur Arbeitsmigration zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei abgeschlossen wurde. Bei diesem Vertragsabschluss wurden Betrachtungen zu mittel- und langfristigen menschlichen, kulturellen und finanziellen Wechselwirkungen zwischen deutscher und türkischer Bevölkerung weitgehend vernachlässigt.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts finden wir eine multikulturelle Bevölkerung in München, an der die Türken mit rund 42 000 dort sesshaften Personen beteiligt sind. Grund genug, im Jahre 2000 die Föderation der Deutsch Türkischen Freundschaftsvereine e. V. zu gründen, die seitdem alljährlich Deutsch-Türkische Kulturwochen veranstaltet sowie sich ganzjährig mit verschiedenen Tätigkeiten um die Völkerverständigung bemüht. Daneben gibt es auch den Verein Sinema Türk Filmzentrum e. V., der seit 1989 Türkische Filmtage in München veranstaltet. Die Veranstaltung 21. Türkische Filmtage München findet im Jahr 2010 vom 20. - 28. März statt und hat wie jedes Jahr die Verbreitung der türkischen Kultur in Deutschland zum Ziel.

DIE GRIECHISCHE BEVÖLKERUNG MÜNCHENS

Der griechische Teil der Münchener Bevölkerung hat seit 1974 einen Ort der Versammlung und des kulturellen Austauschs mit den Bayern und Deutschen im Allgemeinen im Griechischen Haus, das sich im Münchener Stadtteil Westend befindet, gefunden. In diesem Teil der Stadt lebten damals schon zahlreiche griechische Familien, weshalb das Evangelisch-Lutherisches Dekanat München beim Aufbau einer Begegnungsstätte für ausländische und deutsche Personen in München aktiv wurde. Inzwischen bietet das Griechische Haus der Münchener Bevölkerung die Gelegenheit zur Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen und Kursen, wie zum Beispiel die Sprachkurse für Deutsch und Griechisch oder die Tanzkurse, in denen traditionelle griechische Tänze aber auch moderne Tänze sowie Tänze aus anderen Regionen der Welt vermittelt werden. Ebenso bietet das Griechische Haus seinen Benutzern die Möglichkeit zur Teilnahme an Kindergruppen, Frauengruppen, verschiedenen Chören, Seniorengruppen, eine gut bestückte Bibliothek, Computersaal, Festsäle und natürlich ein Café, das zur Begegnung einlädt.
Natürlich dürfen in diesem Zusammenhang auch die zahlreichen Einflüsse der griechischen Architektur und Kunst nicht unerwähnt bleiben. Das bekannteste Bauwerk Münchens, das an die griechische Kultur erinnert, ist wohl das am Königsplatz in der Münchener Innenstadt.

DIE BAYERISCH-STÄMMIGE BEVÖLKERUNG

Die Abkömmlinge der bodenständigen Bayern werden immer rarer in der Landeshauptstadt München. Aber es gibt sie noch. Sie verteidigen ihren Dialekt und ihre Gewohnheiten gegen den nicht abnehmenden Strom der Zuwanderer, wobei sie von diesen oft als unfreundlich empfunden werden. Eigentlich lieben die Münchner aber die neuen, sie geben ihnen Anlass zum Granteln und ein paar Jahre später lieben sie sie dann.

Die bayerische Sprache

Die verschiedenen Volksgruppen Bayerns haben teilweise auch eigene Sprachen oder Dialekte. Auf dieser Seite gibt es mehr Information zu den in Bayern üblichen Dialekten, dem Bairischen, dem alemannischen Dialekt und den fränkischen Dialekt, wobei gesagt sein soll, dass es neben diesen relative klar getrennten Sprachformen in bestimmten bayerischen Gegenden auch zu hybriden Formen kommnt.

DAS AMT FÜR WOHNEN UND MIGRATION

In der Franziskanerstrasse in Münchens Innenstadt befindet sich das Amt für Wohnen und Migration, bei dem Wohnungslose Unterstützung bei der in München wegen des allgemeinen Wohnungsmangel im Innenbereich besonders anstrengenden Wohnungssuche bekommen. Das Wohnungsamt hilft ausserdem sozial schwachen Personen, die seit mindestens drei Jahren in München wohnen, bei der Beschaffung einer Sozialwohnung.

FRIEDLICHE KOEXISTENZ VERSCHIEDENER RELIGIONEN IN MÜNCHEN

In der bayerischen Landeshauptstadt München finden alle religiösen Gruppen, die Gelegenheit gemäss ihren Traditionen zu leben. Den Juden stehen Synagogen zur Verfügung, die Musulmanen haben verschiedene Moscheen, die katholischen und evangelischen Christen können ihre Gottesdienste in den vielen Kirchen, die das Münchener Stadtbild entscheidend mitprägen, abhalten, und selbst kleinere religiöse Vereinigungen wie die katholisch-orthodoxe Kirche haben eigene Installationen, in denen die grundgesetzlich verbriefte Freiheit des religiösen Kults ausgeübt werden kann.

DIE SPANISCHE VOLKSGRUPPE IN MÜNCHEN

Die ofizielle Vertretung der spanischen Kultur im Ausland wird vom in der Alfons Goppel Strasse 7 liegenden Instituto Cervantes wahrgenommen. Dort werden unter anderem Spanischkurse für Lernende aller Niveaus angeboten. Darüber hinaus veranstaltet das Cervantes-Institut Filmabende bei denen ältere und neue spanische Filme fürs Publikum projeziert werden, zuletzt der Film Das Kloster zum heiligen Wahnsinn von Pedro Almodovar.


Angebote aller Art in Bayern

BAYERISCHE LANDKREISE

REGIERUNGSBEZIRK OBERPFALZ
REGIERUNGSBEZIRK UNTERFRANKEN
REGIERUNGSBEZIRK SCHWABEN
REGIERUNGSBEZIRK OBERAYERN
REGIERUNGSBEZIRK NIEDERBAYERN
REGIERUNGSBEZIRK MITTELFRANKEN
REGIERUNGSBEZIRK OBERFRANKEN

Gebräuche

Das Königreich Bayern



Branchenverzeichnis
Ärzteverzeichnis
Anwaltsverzeichnis
Handelskammern
Landwirtschaft

ÜBER UNS

Inhaltsverzeichnis

Das BayernINFO-Magazin

Werbung schalten

Kontakt

Nutzungsbedingungen


Haftungsausschluss
"Wir betonen ausdrücklich, dass wir keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten haben. Deshalb distanzieren wir uns hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf der gesamten Website. Diese Erklärung gilt für alle auf unseren Web-Seiten vorhandenen Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen Links oder Banner führen."

WebDesign © 2009 - 2012