DAS ATTENTAT IM MÜNCHNER BÜRGERBRÄUKELLER
8. NOVEMBER 1939
Georg Elser verübte ein Attentat gegen das Naziregime, mit welchem er grösseres Blutvergiessen verhindern wollte. Inzwischen ist seine Tat kontrovers betrachtet worden: ist Georg Elser ein deutscher Held? fragen die Einen. Ob es vorzuziehen sei, dass ein Land keine Helden brauche, das fragen die anderen.
Bei dem Attentat stürzten Trümmer der Decke und der Galerie in den Saal, wobei acht Menschen getötet wurden und rund 60 Personen verletzt wurden. Leider befand sich Adolf Hitler, gegen den dieses Attentat gerichtet war, nicht unter den Opfern, da er wegen ungünstiger Wetterverhältnisse seine geplante Flugreise nach Berlin abgesagt hatte und stattdessen mit dem Zug fahren wollte, was zum verfrühten Verlassen des Bürgerbräukellers geführt hatte. Aus diesem Grund und weil die von Georg Elser deponierte Bombe mittels Zeitzünder detonierte, verlief der Anschlag nicht wie von seinem Autor geplant.
DER GEORG ELSER - PREIS
Der Georg-Elser-Preis wird seit 2001 in zweijährigem Rhythmus vergeben. Als Preisträger kommen Personen in Frage, die durch ihren Einsatz Widerstand gegen Ungerechtigkeiten der herrschenden Staatsgewalt bezeugen und damit den anderen Menschen Wege zur Findung einer gerechteren Gesellschaft aufzeigen.
Die bisherigen Preisträger sind:
2001
Jürgen Quandt
2003
Dr. Winfried Maier
2005
Verband der Kommitees der Soldatenmütter Russlands
2007
Elias Bierdel
2009
Beate Klarsfeld
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MÜNCHEN
GESCHICHTE
THEATERAUFFÜHRUNGEN
Die Schauspielergruppe des Theaters Lindenhof führt am 70. Jahrestag des Attentats auf Hitler im Münchener Bürgerbräukeller ein Volksstück zum Gedenken an Georg Elser auf.
"GEORG ELSER - ALLEIN GEGEN HITLER"
Ein in schwäbischer Mundart geschriebenes Volksstück von Felix Huby und Dieter de Lazzer wird am 7. 11. 2009 im Theater "Schwere Reiter" zum Gedenken an den deutschen Helden im Kampf gegen das Naziregime, welcher aus der Rauhen Alb bei Heidenheim stammte, aufgeführt.
BEATE KLARSFELD
Beate Karlsfeld arbeitete 1966 im Deutsch-Französischen Jugendwerk. Dort wurde sie entlassen, weil sie den deutschen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger öffentlich seiner Beteiligung an der Nazipropaganda des Dritten Reichs bezichtigt hatte. Damit hatte sie auf die stillschweigend gedultete Wiedereingliederung der alten Nazi-Garde in das politische und wirtschaftliche Leben der BRD hingewiesen.
Internationale Bedeutung erhielt der Name Klarsfeld 1968, als Beate Kiesinger auf einem festlichen Empfang ohrfeigte, weshalb sie zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt wurde, die kurz darauf in eine Bewährungsstrafe umgewandelt wurde.
In den 70er Jahren war sie in Polen aktiv, wo sie aufgrund ihrer Tätigkeit des Landes verwiesen wurde. Gegen Ende dieses Jahrzehnts war sie ebenfalls das Ziel eines Bombenanschlags geworden, was sie aber nicht hinderte, weiterhin für Gerechtigkeit zu kämpfe und dabei unter anderem UNO-Generalsekretär Waldheim wegen seiner führenden Rolle in der deutschen Wehrmacht des Hitler-regimes aufs Korn zu nehmen.
MÜNCHNER FRIEDENSKONFERENZ
Alljährlich findet die Münchner Sicherheitskonferenz statt, eine als Wehrkunde konzipierte Veranstaltung, wobei die Verteidigung der eigenen Landesgrenzen zwar der Bevölkerung gegenüber als Hauptziel des militärischen Wirkens hingestellt wird, die tatsächlich treibende Kraft hinter den Tätigkeiten der nationalen Armeen aber die weltweite Sicherung der Ressourcen und um die Absicherung der Handelswege und Absatzmärkte der Industrienationen ist.
Alternativ zu dieser Veranstaltung findet seit 2003 die Münchner Friedenskonferenz statt, die Alternativen zur klassischen Ansicht "Sicherheit durch militärische Abschreckung" aufzeigt und diese Alternativen der breiten Bevölkerung zugänglich macht. |