Der Bürgerbäukeller existiert heute nicht mehr, an seiner Stelle stehen moderne Verwaltungsgebäude
Quelle: Bayerische Staatsbibliothek
Der Bürgerbräukeller während seiner Blütezeit im Dritten Reich.

Der Bürgerbräukeller war nicht nur der Schauplatz des Attentats Georg Elsers gegen Hitler, sondern war 1923 auch von Hitler selbst als Ort für seinen damaligen Putschversuch (misslungener Hitler-Putsch vom 8. November 1923) gewählt worden.

ZEUGEN DES WIDERSTANDS

In der Gegenwart leben nur noch wenige direkte Zeugen des Widerstands gegen das Nazi-Regime und es werden immer weniger.
Das Gedenken an die Gegner totalitärer Regierungen soll erhalten bleiben, auch gegen den Drang der offiziellen Geschichtsschreiber, welche geschichtlich bedeutsame Helden als Landesverräter und Desserteure, die baldigst vergessen werden sollten, hinzustellen streben.

FILME ZUR PERSON GEORG ELSERS

Der erste Film über Georg Elser wurde wohl schon 1969 im Auftrag des Süddeutschen Rundfunks gedreht.
Jahre später (1989) drehte auch Karl Maria Brandauer seine auf einem Roman von Stephen Sheppard basierende Version zum Thema Bürgerbräukellerattentat.
Seither sind verschiedene Fernseh- sowie Kinofilme zur Person Georg Elsers gedreht worden, unter anderen: Löwengrube (1991), Einer aus Königsbronn, der Widerstandskämpfer Georg Elser (1997) unter der Regie von Eva Witte, Eine Höllenmaschine für Hitler (1995), Allein gegen den Führer - Georg Elser.

DAS ATTENTAT IM MÜNCHNER BÜRGERBRÄUKELLER

8. NOVEMBER 1939

Der Widerstandskämpfer Georg Elser bekämpfte das NaziregimeGeorg Elser verübte ein Attentat gegen das Naziregime, mit welchem er grösseres Blutvergiessen verhindern wollte. Inzwischen ist seine Tat kontrovers betrachtet worden: ist Georg Elser ein deutscher Held? fragen die Einen. Ob es vorzuziehen sei, dass ein Land keine Helden brauche, das fragen die anderen.
Bei dem Attentat stürzten Trümmer der Decke und der Galerie in den Saal, wobei acht Menschen getötet wurden und rund 60 Personen verletzt wurden. Leider befand sich Adolf Hitler, gegen den dieses Attentat gerichtet war, nicht unter den Opfern, da er wegen ungünstiger Wetterverhältnisse seine geplante Flugreise nach Berlin abgesagt hatte und stattdessen mit dem Zug fahren wollte, was zum verfrühten Verlassen des Bürgerbräukellers geführt hatte. Aus diesem Grund und weil die von Georg Elser deponierte Bombe mittels Zeitzünder detonierte, verlief der Anschlag nicht wie von seinem Autor geplant.

70. JAHRESTAG DES BÜRGEBRÄU-ATTENTATS

DER GEORG ELSER - PREIS

Der Georg-Elser-Preis wird seit 2001 in zweijährigem Rhythmus vergeben. Als Preisträger kommen Personen in Frage, die durch ihren Einsatz Widerstand gegen Ungerechtigkeiten der herrschenden Staatsgewalt bezeugen und damit den anderen Menschen Wege zur Findung einer gerechteren Gesellschaft aufzeigen.
Die bisherigen Preisträger sind:

2001
Jürgen Quandt

2003
Dr. Winfried Maier

2005
Verband der Kommitees der Soldatenmütter Russlands

2007
Elias Bierdel

2009
Beate Klarsfeld


MÜNCHEN
GESCHICHTE

THEATERAUFFÜHRUNGEN

Die Schauspielergruppe des Theaters Lindenhof führt am 70. Jahrestag des Attentats auf Hitler im Münchener Bürgerbräukeller ein Volksstück zum Gedenken an Georg Elser auf.

"GEORG ELSER - ALLEIN GEGEN HITLER"

Ein in schwäbischer Mundart geschriebenes Volksstück von Felix Huby und Dieter de Lazzer wird am 7. 11. 2009 im Theater "Schwere Reiter" zum Gedenken an den deutschen Helden im Kampf gegen das Naziregime, welcher aus der Rauhen Alb bei Heidenheim stammte, aufgeführt.

BEATE KLARSFELD

Beate Karlsfeld arbeitete 1966 im Deutsch-Französischen Jugendwerk. Dort wurde sie entlassen, weil sie den deutschen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger öffentlich seiner Beteiligung an der Nazipropaganda des Dritten Reichs bezichtigt hatte. Damit hatte sie auf die stillschweigend gedultete Wiedereingliederung der alten Nazi-Garde in das politische und wirtschaftliche Leben der BRD hingewiesen.
Internationale Bedeutung erhielt der Name Klarsfeld 1968, als Beate Kiesinger auf einem festlichen Empfang ohrfeigte, weshalb sie zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt wurde, die kurz darauf in eine Bewährungsstrafe umgewandelt wurde.
In den 70er Jahren war sie in Polen aktiv, wo sie aufgrund ihrer Tätigkeit des Landes verwiesen wurde. Gegen Ende dieses Jahrzehnts war sie ebenfalls das Ziel eines Bombenanschlags geworden, was sie aber nicht hinderte, weiterhin für Gerechtigkeit zu kämpfe und dabei unter anderem UNO-Generalsekretär Waldheim wegen seiner führenden Rolle in der deutschen Wehrmacht des Hitler-regimes aufs Korn zu nehmen.

MÜNCHNER FRIEDENSKONFERENZ

Alljährlich findet die Münchner Sicherheitskonferenz statt, eine als Wehrkunde konzipierte Veranstaltung, wobei die Verteidigung der eigenen Landesgrenzen zwar der Bevölkerung gegenüber als Hauptziel des militärischen Wirkens hingestellt wird, die tatsächlich treibende Kraft hinter den Tätigkeiten der nationalen Armeen aber die weltweite Sicherung der Ressourcen und um die Absicherung der Handelswege und Absatzmärkte der Industrienationen ist.
Alternativ zu dieser Veranstaltung findet seit 2003 die Münchner Friedenskonferenz statt, die Alternativen zur klassischen Ansicht "Sicherheit durch militärische Abschreckung" aufzeigt und diese Alternativen der breiten Bevölkerung zugänglich macht.


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