FELDENKRAIS-SPEZIALISTEN IN BAYERN

Dieser Raum ist für die Eintragung von Kontaktdaten bayerischer oder in Bayern ansässiger Feldenkrais-Therapeuten gedacht.
Für Interessierte Therapeuten besteht die Möglichkeit uns zwecks Einfügen ihrer Kontaktdaten bzw. Link zu ihrer Seite unter 0176/77702280 telefonisch zu erreichen oder unsere Kontaktformular zu benutzen.
Ebenso sind wir dankbar für die Zusendung von Internet-Adressen seriöser Seiten über die Feldenkreis-Methode oder über den Autor selbst.



ASCHAFFENBURG

Fr. Lise Aick-Gallon
Schergstrasse 1, Linke Seite des Gebäudes
63743 Aschaffenburg
Tel.: +49 602 1411 912
www.feldenkrais-aick.com



DEGGENDORF

Hr. Christian Waas
Luitpoldplatz 7
94469 Deggendorf
Tel.: 0991-64 00
Mobil 0170-586 4367
Fax 01805-999 9878 4589
www.waas-golf-sensorik.com



KULMBACH

Fr. Hannelore I Winzinger
Marktplatz 5
95326 Kulmbach
Tel.: 09221-821 749
Mobil 0178-603 9505



LANDSHUT

Fr. Anita Happ
Böcklerstraße 2
84034 Landshut
Tel.: 0871-270 83
Mobil 0172-955 13 92
www.bwla.de



MÜNCHEN

Hr. Edward Dwelle
Landsbergerstr. 291
80687 München
Tel.: 089-5682 5622


Fr. Rotraud Kühn
Baudererstraße 22
80689 München
Tel.: 089-56 82 86 62
Mobil 0175-24 26 724
Fax 089-54 66 24 83



WÜRZBURG

Fr. Manuela Scheu
Oberer Kühlenberg 2
97078 Würzburg
Tel.: 0931-228 44



QI GONG - IDEALE ERGÄNZUNG ZUR FELDENKRAIS-METHODE

Qi Gong ist ein Bestandteil der traditionellen Chinesischen Medizin. wobei es mehrere Stilrichtungen innerhalb dieser Disziplin gibt. Auf unserer Seite finden Sie ausführliche Anweisungen für das ruhige Qi Gong, mit dem Sie Ihre Gesundheit stärken können und welches auch zur heilung bestimmter leiden eingesetzt werden kann.
Besonder die sogenannte belebende Übung sollte in die tägliche Bewegungsroutine aufgenommen werden. Bei dieser Übung stehen Sie mit leicht gespreizten Beinen und gebeugten Knien fest auf dem Boden und wippen 100 Mal schnell auf und ab. Damit werden Spannungen im Magenbereich sowie im Unterleib gelöst. Ausserdem gewinnen Sie so schnell eine schlanke Linien, da die wabbelnden Fettmassen mit der Zeit, das heisst nach ungefähr zwei Monaten täglichen Übens, verschwinden und das fleisch straffer wird.


WAS IST DIE FELDENKRAIS- THERAPIE

Moshe Feldenkrais war ein Forscher des 20. Jahrhunderts, der eine Beziehung zwischen Körper und Geist dergestalt feststellte, dass der Körper dem Geist zeigen kann was er braucht, um sich besser zu fühlen oder gar zu heilen.
Er geht dabei vom Prinzip der geringsten Anstrengung aus und macht uns klar, dass der menschliche Körper ab dem Zeitpunkt der Geburt instinktmässig die richtigen Bewegungen ausführt bzw. Stellungen einnimmt, dann aber im Laufe der physichen und psychischen Entwicklung 'schlechte' Angewohnheiten entwickelt, die dazu führen, dass die natürlichen Bewegungen bzw. Stellungen gewissermassen verzerrt werden. Das Einnehmen einer aufrechten Haltung etwa bereitet nun Schwierigkeiten oder schmerzt sogar, statt von selbst und ohne Anstrengung einzutreten.
Hier setzt Moshe Feldenkrais mit der Idee an, durch bestimmte Übungen dem Körper die Fähigkeit zu richtiger Haltung bzw. entspannter Handlung zurückzugeben.
Im Internet können wir inzwischen einige videoclips sehen, bei denen teilweise spektakuläre Erfolge der Feldenkrais-Methode vorgestellt werden, so beispielsweise der Fall Elizabeths, die kurz nach der Geburt von den Ärzten der Schulmedizin als hoffnungsloser Fall eingestuft wurde, da ihrem Gehirn ein Teil des Kleinhirns fehlte, so dass sie laut Diagnose nie gehen oder sprechen werden könnte, die aber dank der Anwendung der Feldenkrais-Methode durch Anat Baniel, einer Schülerin Feldenkraises und in den Vereinigten Staaten tätigen Feldenkrais-Therapeutin, heute problemlos gehen und sprechen kann und die Universität besucht.
Nicht immer sieht die Anwendung oder das Erbebnis der Feldenkrais-Methode so spektakulär aus, im Gegenteil, meist sehen die Übungen sehr simpel aus und sind auf die Verbesserung der Körperhaltung gerichtet, um so bei alltäglichen Bewegungen ein Wohlgefühl anstelle von haltungsbedingten Beschwerden treten zu lassen. Zentrale Idee ist dabei das Vermeiden von unnötiger Anstrengung bei den alltäglichen Bewegungen, so dass der Körper weniger Energie dafür einsetzen muss und diese für andere Prozesse des Körpers verwendet werden kann, beispielsweise für die Selbstbeobachtung.
Den Weg des geringsten Widerstands bei Haltungsänderungen soll der Körper selbst entdecken. Deshalb ist es wichtig, die Bewegungen nicht einfach mechanisch auszuführen, sondern dabei den eigenen Körper zu betrachten, nicht im Spiegel sondern durch Konzentration auf die an der Übung beteiligten Teile des Skeletts. Die Knochen und Gelenke sollen den natürlichen Weg der geringsten Anstrengung gehen, die daran geknüpften Muskeln werden im Laufe der Zeit lernen, diesen Weg zu unterstützen.
Die entstehenden Bewegungsabläufe sehen manchmal seltsam aus wobei der Körper häufig ungewöhnliche Haltungen einnimmt. Gerade dieses Ungewöhnliche ist ebenfalls bedeutsamer Teil der Feldenkrais-Methode: dadurch lernt der Körper weitere Möglichkeiten kennen und stellt neue Verbindungen zwischen den jeweils beteiligten Körperteilen her. Es kommt sozusagen zu einer Aktualisierung des Selbst-Bewusstseins und der Gewohnheiten.
Natürlich gibt es Situationen, in denen der Körper naturgemäss eine schnelle und starke Anspannung bestimmter Muskeln benötigt. Die Feldenkrais-Methode will den Körper keineswegs um diese Fähigkeit bringen. Der Körper wird einen Grad der Weisheit erwerben, der es ihm erlauben wird, Kraft dann und dort einzusetzen. wo es nötig ist und diese Kraft nicht einzusetzen wenn es nicht nötig ist.

PRAKTISCHE FELDENKRAIS-ÜBUNGEN

Die folgenden Übungen basieren auf dem Buch Bewusstheit durch Bewegung und sollten je 20-25 mal wiederholt werden. Sie sollen sehr langsam ausgeführt werden, wobei ständig auf den eigenen Köper oder die entsprechenden Körperteile geachtet werden sollte, um so ein Bewusstsein über Zusammenhänge zwischen Anstrengung, Haltung, Bewegung und etwa der Atmung herzustellen.

WIE EIN BAUM IM WIND WANKEN

Die erste Übung dient zur Verbesserung der aufrechten Körperhaltung. Dazu stelle man sich bequem aufrecht mit leicht gespreizten Beinen hin und beginne sehr langsam nach rechts und links zu wanken. Nach ca 20 Wiederholungen schwanke man nun langsam nach vorne und nach hinten und wiederhole diese Bewegung ebenso oft. Anschliessend bewege man den Körper langsam im Kreis, immer mit den Füssen fest auf dem Boden stehend und zwar 2o Mal in eine Richtung und schliesslich in die andere Richtung. Danach wiederhole man diesen Zyklus indem man nur auf einem Bein stehe, wobei der andere Fuss den Boden nur mit der Zehenspitze berühren sollte, gerade genug, um dem Körper die nötige Stabilität zu verleihen. Zum Abschluss wechsele man das Bein und wiederhole den Zylus ein letztes Mal.
Konzentrieren Sie sich bei der Ausführung der Übungen auf ihre Atmung und ihre Wirbelsäule. Werden Sie sich der Bewegungen der Wirbelsäule und des Atemrhythmuses bewusst.
Anschliessend setzten Sie sich auf die vordere Kante eines Stuhls und entspannen die Beine. Dann beginnen Sie zuerst seitlich und dann von vorne nach hinten zu wippen. Beenden Sie die erste Übung mit dem Kreisen des Oberkörpers in beide Richtungen. Beobachten Sie bei diesen Bewegungen ihre Atmung, ihre Wirbelsäule, ihr Becken und die Knie.

Die grundlegenden Eigenschaften von Bewegung:

Es soll erkannt werden, welches die für die willentliche Bewegung der Muskeln verantwortlichen Kontrollmechanismen sind. Weiterhin wird angestrebt, mittels etwas 30 kleiner Bewegungen den Muskeltonus zu ändern, wobei die Muskeltonusänderung einer bestimmten Muskelgruppe sich auf den Tonus der gesamten betreffenden Körperhälfte auswirkt. Ausserdem wird in diesem Abschnitt klar werden, dass die Hauptarbeit von den grossen Muskeln der Körpermitte und der Glieder geleistet werden sollte, um unnötige Beanspruchungen zu vermeiden.
Dazu legt man sich mit leicht gespreizten Beinen rücklings auf den Boden und streckt die Arme über dem Kopf (bilden Sie eine Gerade mit rechtem Bein und linkem Arm und umgekehrt). Nun setzt eine Phase der Beobachtung ein, in der man feststellt, welche Körperteile den Boden berühren, wobei man mit den Fersen beginnt und über Waden, Kniekehlen, Hüftgelenke, falsche und echte Rippen bis zu den Schulterblättern betrachtet und deren Bodenkontakt feststellt. Dabei soll auch auf Unterschiede zwischen den Körperhälften soie auf die Bodenentfernung der Schultern, Ellenbogen und Handgelenke geachtet werden.
Während der mehrminütigen Selbstbeobachtung findet die Wirbelsäule besondere Beachtung, wo überraschenderweise meist einige Wirbel Kontakt bilden während andere den Boden nicht berühren. Das willentliche Senken aller Wirbel auf den Boden kostet Anstrengung und die Wirbelsäule kehrt in ihre Ausgangslage zurück, sobald wir nicht mehr auf den Bodenkontakt achten.
Nun hebt man beim Ausatmen den rechten Handrücken langsam ganz wenig vom Boden ab, wobei die Arbeit vom Oberarm ausgeht. Danach lässt man die Hand wieder auf den Boden sinken und macht eine kleine Pause vor dem nächsten Mal. Man wiederholt rund 25 - 30 Mal.
Nun legt man zum Ausruhen die Arme neben den Körper, beugt die Beine und stellt die Füsse auf den Boden, wobei man den Unterschied zwischen den Körperhälften betrachtet.
Anschliessend legt man sich auf den Bauch und hebt 25-30 Mal beim Ausatmen den leicht gebeugten rechten Ellenbogen etwas an, eventuell ohne die Hand vom Boden zu heben, worauf man ihn wieder zu Boden sinken lässt.
Eventuell kann die Hand mitgehoben werden. Dabei muss aber der Vorderarm und die Hand entspannt werden, so dass die Hand locker nach unten hängt. So wird unnötige Anstrengung vermieden. Die ganze Arbeit geht von der Schulter aus.
Nun legt man sich auf den Rücken und hebt gleichzeitig leicht rechtes Bein und rechten Arm bzw. Handrücken und Ferse. Zur Erzielung der Gleichzeitigkeit beginnt man mit Beinheben beim Ausatmen und lässt es wieder zu Boden sinken, beim nächsten Ausatmen hebt man den Arm und schliesslich hebt man beim Ausatmen Bein und Arm gleichzeitig an.
Man hebe beim Ausatmen abwechselnd Bein und Arm und beobachte die Lendenwirbel. Oft verlassen sie unnötigerweise beim Heben des Beins den Boden. Drehen sie das Hüftgelenk, das Knie und den Fuss nach aussen und heben Sie das Bein, wobei die Lendenwirbel betrachtet werden sollen. Fühlen Sie, dass die Wirbel nun gegen den Boden gepresst werden und die Wirbelsäule länger wird? Gut so! Dieses Gefühl begleitet richtig ausgeführte Bewegungen. Wenn sich der Körper besonders anstrengen soll, so zieht er sich meist aus Widerstand gegen die erwartete Arbeit zusammen und sorgt aus mangelndem Selbstvertrauen mit der 'Vorbereitung' auf die erwartete 'Höchstleitung' für zusätzliche und unnötige Anstrengung.
Man mache nun eine kleine Pause und beobachte Becken und Boden, sowie die Unterschiede zwischen den beiden Körperhälften.
Anschliessend nehme man die Bauchlage ein und spreitze die Glieder. Dann hebe man ungefähr 25 Mal beim Ausatmen das rechte Bein und den rechten Arm. Beim ersten Mal lege man eine Wange auf den Boden, dann die Stirn und schliesslich die andere Wange. Beobachten sie die jeweils erforderliche Kraftanstrengung. 'Gesund' wird die Stellung mit der linken Wange am Boden als einfachste empfunden.
Nun hebe man bei den nächsten 25 Mal auch den Kopf und verfolge mit den Augen die Bewegung der rechten Hand. Anschliessend gibt es eine kleine Pause. Dann wechsele man zur Rückenlage und hebe 25 Mal beim Ausatmen die rechten Gliedmassen und den Kopf.
Man stehe nun auf und bewege sich entspannt, wobei Unterschiede zwischen den Körperhälften beobachtet werden. Man sehe sich auch im Spiegel an und stelle fest, dass eine Gesichtshälfte entspannter ist als die andere, ein Auge scheint grösser. Welches ist es? Man wehre sich nicht gegen die unterschiedliche Wahrnehumg der Körperhälften sondern beobachte, wann diese verschwindet, Normalerweise geschieht das nach einigen oder vielen Stunden.
Nun ist der Moment für die Seitenänderung gekommen: man beginne den gesamten Zyklus wobei die linken Gliedmassen angehoben werden.

Bei den diagonalen Bewegungen heben Sie beim Ausatmen 25 x in der Rückenlage gleichzeitig rechten Arm und linkes Bein. Vergleichen Sie das Körpergefühl mit dem der vorigen Übung. Nun wechseln Sie auf linken Arm und rechtes Bein. Danach ruhen Sie aus und heben anschliessend Arme, Beine und Kopf zusammen. Nach erneutem Ausruhen heben Sie 25 x die Glieder, wobei der Kopf in Bodenkontakt bleibt.
Schliesslich drehen Sie sich auf den Bauch und wiederholen die Hebe-Sequenz so. Nachdem Sie sich schliesslich wieder auf den Rücken gedreht haben, beobachten Sie den Kontakt zwischen Ihrem Rücken und dem Boden.

ATMEN-ÜBUNGEN

Legen Sie sich auf den Rücken und stellen Sie die Füsse mit angewinkelten Knien auf den Boden. Beobachten Sie beim tiefen Einatmen ob die Wirbelsäule unter dem Brustbein gegen den Boden gedrückt wird. Dafür sollen Sie keine Arbeit leisten, es geschieht bei entspannter Haltung von alleine. Halten sie die Luft nach dem Einatmen kurz an und wiederholen Sie öfters.
Dann simulieren Sie die Atembewegung ein paar mal aber ohne zu atmen bis Sie Luft holen müssen. Beobachten Sie den Brustkorb und die Wirbelsäule.
Legen Sie die Hände auf den Bauch, atmen Sie ein, halten die Luft an und lenken die Luft nach unten. Bemerken Sie wie sich ihr Unterleib in alle Richtungen ausdehnt? Vermeiden Sie, die Muskeln in Rücken und Hüftgegend anzustrengen!!! Die Lendenwirbel sollen auf dem Boden bleiben.


Auf der Internetseite von youtube können Sie zahlreiche videoclips mit der Darstellung von Übungen der Feldenkrais-Methode finden. Häufig sind diese Übungen von den betreffenden Feldenkrais-Lehrern selbst in Anlehnung an die ursprünglichen Bewegungen entwickelt worden.


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