Deggendorf
Der Landkreis Deggendorf verfügt über exzellente Strassen- Schienen- und Wasserwegeanbindungen, was ihn als Wirtschaftsstandort interessant macht. Auch eine Fachhochschule mit verschiedenen Studienangeboten gibt es. Darüber hinaus kann die Region aber auch viele Sehenswürdigkeiten verschiedener Art aufweisen. Dazu gehören Burgen und Schlösser, Naturschutzgebiete, allen voran das Mündungsgebiet der Isar, Badeseen und ein weites Angebot an Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.
Dingolfing-Landau
Besonders archäologisch interessierte Besucher des Landkreises Dingolfing-Landau kommen hier auf ihre Kosten, da dort neben der ältesten astronomischen Grossanlage, einer Kultstätte, die 2 500 Jahre älteren als Stonehenge ist, auch das älteste Gold Europas ausgegraben worden ist. Erfahren Sie hier mehr über den Landkreis Dingolfing-Landau.
Freyung-Grafenau
Die wohl interessanteste Sehenswürdigkeit des bayerischen Landkreises Freyung-Grafenau ist zweifelsfrei der Nationalpark Bayerischer Wald, das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Erfahren Sie hier mehr über den Landkreis Freyung-Grafenau und seine Sehenswürdigkeiten.
Kelheim
Im Landkreis Kelheim liegt das für Touristen besonders reizvolle Altmühltal mit dem weltbekannten Donaudurchbruch und dem Kloster Weltenburg, während sich im Süden des Landkreises die riesigen Hopfenfelder erstrecken. Erfahren Sie hier mehr über den niederbayerischen Landkreis Kelheim.
Landshut
Im Landkreis Landshut kommen die an den Schönheiten der Natur interessierten Besucher auf ihre Kosten., beispielsweise im Vilstal oder in der Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen. Erfahren Sie hier mehr über diese und andere Sehenswürdigkeiten im Landkreis Landshut.
Passau
Machen Sie gerne Ausflüge mit dem Radl? Dann sind Sie im Landkreis Passau an der richtigen Stelle, hier finden Sie immer einen Radweg, der entlang von Flüssen wie der Vils, der Donau oder dem Inn verläuft und Erholung und Fitness in frischer Luft gewährt. Erfahren Sie hier mehr über den Landkreis Passau.
Regen
Im Landkreis Regen kann als regionale Besonderheit die Glasmacherkunst erlebt werden. Entlang der Glasstrasse im Bayerischen Wald gibt es Gelegenheit, die Verarbeitung von Holz, Wasser und Quarz zu Glas in traditioneller und moderner Form zu betrachten. Erfahren Sie hier mehr über den niederbayerischen Landkreis Regen.
Rottal-Inn
Im niederbayerischen Landkreisd Rottal-Inn, der erst 1972 aus der Zusammenlegung zweier früherer Landkreise entstand, kommen unter anderem die Pferdeliebhaber auf ihre Kosten, wenn sie die Ortschaft Pfarrkirchen besuchen, die für ihre lange Pferdezüchtertradition bekannt ist. Erfahren Sie hier mehr über den Landkreis Rottal-Inn.
Straubing-Bogen
Im Landkreis Straubing-Bogen finden Urlauber und Besucher vielseitige Erholungsmöglichkeiten, beispielsweise beim Ski- oder Rodelurlaub in den sanften Hügeln des Donautals. Erfahren Sie hier mehr über den niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und seine Sehenswürdigkeiten.
Von der offiziellen Wirtschaftsgeschichtsschreibung längst vergessen worden ist ein sozialreformerisches Experiment, das in der Zeit der grossen Weltwirtschaftskrise im ersten Drittel del 20. Jahrhunderts auf niederbayerischem Gebiet als Eigeninitiative zur Überwindung von Arbeitslosigkeit und Kaufkraftschwankungen erfolgreich durchgeführt werden konnte: die Einführung und der Gebrauch einer Alternativwährung, der Wära, deren besonderes Merkmal ein Zirkulationszwang war, der bei Verstössen, also bei Hortung von Geld, den Betreffenden zwang, für jeden Monat, den das Geld in seinem Besitz blieb, eine Marke im Gegenwert eines gewissen Porzentsatzes des Nennwertes auf die Rückseite des Scheines zu kleben, wobei am Ende eines jeden Jahres die Scheine eingezogen und neue dafür ausgegeben wurden. Die Idee zu dieser Form der Sicherung des Geldumlaufes kam von dem deutsch-argentinischen Kaufmann und Schriftsteller Silvio Gesell, der von der Quantitätstherie des Geldes ausging, wobei ein direkter Zusammenhang zwischen Geldmenge und Kaufkraft des Geldes besteht, weshalb seine Menge ständig an die schwankende Menge der in Umlauf befindlichen Waren und Güter angepasst werden soll.
Soviel zur Theorie, die zwar heutzutage sowohl eingefleischte Verfechter als auch erbitterte Gegner hat, in den niederbayerischen Ortschaften Schwanenkirchen, Hengersberg und Schöllnach aber zur erwähnten Zeit ihre Umsetzbarkeit in die Praxis im lokalen Bereich eindeutig unter Beweis gestellt hat:
1929 war in Erfurt die Wäre-Tauschgesellschaft gegründet worden, deren bald 1000 Firmen zählenden Mitglieder deutschlandweit untereinander Waren auf Basis ihrer alternativen Währung austauschten.
Im niederbayerischen Schwanenkirchen ersteigerte der Bergbauingenieur Max Hebecker ein 1927 wegen Absatzschwierigkeiten stillgelegtes Braunkohlebergwerk und konnte dank eines Kredites, den die Wära-Tauschgesellschaft ihm gewährt hatte, den Kohleabbau wieder aufnehmen, wobei seine Arbeiter zu 90 % mit Wära-Tauschscheinen und zu 10% in der offiziellen Reichsmark-Währung ausbezahlt wurden. Da die Geschäftsleute der Umgebung den Wära-Tauschscheinen skeptisch gegenüberstanden, besorgte sich Hebecker Waren bei seinen zur Wära-Tauschgesellschaft gehörenden Freunden und Bekannten und veräusserte sie in der werkseigenen Kantine. Bald zogen die Kaufleute der Region nach und begannen, das sogenannte Freigeld in ihren Geschäften zu akzeptieren. Inmitten der von einer Wirtschaftskrise und damit verbundener Arbeitslosigkeit gebeutelten Welt florierte im niederbayerischen Idyll der Warenaustausch. So gut, dass auf Initiative der Reichsbank gerichtlich versucht wurde, dem Experiment ein Ende zu setzen, was zuerst misslang, da der Wära formell kein eigentliches Geld war, so dass erst die berüchtigten Notverordnungen Brünings Ende 1931 unter Einführung einer speziellen Klausel, die den Wära als unerlaubtes Notgeld definierte, der aufkommenden relativen Sorgenfreiheit der Arbeiter in Schwanenkirchen ein Ende setzen konnten und die Niederbayern wie den grossen Rest der deutschen Bevölkerung erneut in die Misere und in den Bann der keimenden faschistischen Kräfte trieb.
Zur Quantitätstheorie des Geldes und zur Bedeutung des Experiments in Schwanenkirchen gibt es inzwischen zahlreiche und wegen der brisanten Natur der Sache oft widersprüchliche und mit Vorsicht zu geniessende Seiten im Internet. Wir raten besonders zur Lektüre der Texte des Geschichtsvereins Deggendorf, der Region in der sich das 'Schwanenkirchener Wunder' ereignete und somit Geschichtsforschung vor Ort mit der Möglichkeit zur Befragung von diesem Experiment direkt betroffener Personen betrieben werden konnte. Daneben helfen auch die Original-Texte Silvio Gesells zum Verständnis der Absichten un Möglichkeiten der Idee des Freigelds.
Deggendorf ist einer der neun Landkreise, in die der Regierungsbezirk Niederbayern zwecks Verwaltung aufgeteilt ist und besitzt eine Oberfläche von 861 km². Der von rund 118 000 Einwohnern besiedelte Landkreis Deggendorf gehört geografisch gesehen zum Bayerischen Wald sowie zum Gäuboden, wird von Donau auf 36 Kilometern Länge und Isar auf 19 Kilometern Länge durchflossen und besteht aus 26 Städten, Gemeinden und Märkten: Aholming, Auerbach, Aussernzell, Bernried, Buchhofen, Deggendorf, Grafling, Grattersdorf, Hengersberg, Hunding, Iggensbach, Künzing, Lalling, Metten, Moos, Niederalteich, Oberpöring, Offenberg, Osterhofen, Otzing, Plattling, Schaufling, Schöllnach, Stephansposching, Wallerfing und Winzer.

Das Landkreisgebiet rechts der Donau verfügt über fruchtbare Lössböden, die auch heute noch zu einer vorwiegend landwirtschaftlichen Nutzung des Gebiets des Gäubodens mit Weizen-, Zuckerrüben- und Gemüseanbau beitragen.
Andererseits kann der Landkreis Deggendorf mit einer ausgezeichneten Verkehrsanbindung über das Autobahnkreuz zwischen der von Passau nach Regensburg führenden A 3 und der Autobahn nach München A 93, verschiedene Bundesstrassen, die Schienenanbindung an verschiedene Strecken der Deutschen Bundesbahn einschliesslich eines IC/ICE- Anschlusses und die Wasserstrassenanbindung über den Freihafen Deggendorf an die Donau zählen.
Deggendorf hat wie viele niederbayerische Gemeinden und Landkreise eine weit zurückweisende Geschichte, die anhand von Überresten alter Siedlungen, Grabstätten, Schmuckstücke und Werkzeuge beispielsweise in der Gemeinde Stephansposching belegt ist. Es gilt hervorzuheben, dass die meisten archäologischen Funde im Gebiet des Landkreisese bei Aushebungen für Bauarbeiten gemacht werden. Die Funde der ältesten Siedlungsreste werden auf das sechste Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung datiert und deuten auf eine Gesellschaft auf der Grundlage des auf den fruchtbaren Lössböden in der Region seit je sehr ertragreichen Ackerbaus. Auch die damaligen Wälder förderten die Niederlassung unserer Vorfahren, da ihnen damit ausreichend Rohmaterial für die Herstellung ihrer Behausungen und Artefakte zur Verfügung stand.
Im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung begann das damalige Herrschergeschlecht der Agilolfinger mit der Erschliessung des Böhmerwaldes wofür sie auch die Anlage Kloster Mettens förderten, welches seit dem 8. Jahrhundert als Stützpunkt für die Besiedlung der Region diente. Für das 13. Jahrhundert ist in dem Gebiet die Einführung der Pfleggerichte der Dynastie der Wittelsbacher dokumentiert.
1972 schliesslich wird im Rahmen der Neuordnung der Verwaltungsgebiete unter Eingemeindung einiger bis dato nicht zum Landkreis gehörender Gebiete der heutige Landkreises Deggendorf gebildet.
Der Landkreis Deggendorg ist reich an Sehenswürdigkeiten und lädt Touristen beispielsweise zum Besuch der in ihrer Bausubstanz oft gut erhaltenen Burgen und Schlösser aber auch einiger Burgruinen ein, von denen man meist einen sehr guten Blick über die umliegende Donaulandschaft geniessen kann. Eines besagter Schlösser ist das seit 1103 bekannte Schloss Egg mit seinem 45 Meter hohen Burgturm, das ursprünglich als Wasserburg mit Zugbrücke gebaut wurde und erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der mittelalterlichen Wehranlage zum neugotischen Schloss mit Ritter-, Konzert- und Spiegelsaal umgebaut wurde.
Dem Publikum nicht zugänglich, da immer noch im Besitz eines Adelsgeschlechts, ist Schloss Moos, das aber auch einen Besuch mit Besichtigung von aussen wert ist, wobei erholsame Spaziergänge in der Umgebung getätigt werden können und das Isarmündungsgebiet der Erkundung offensteht und dort die zur Verwertung der anfallenden Biomasse eingeführten Auerochsenherde betrachtet werden kann.
Unter den Ruinen und teilweise erhaltenen mittelalterlichen Bauten sind die am Ufer der Donau auf dem Natternberg sich erhebende Burg Natternberg, die seit 1005 dokumentierte Burgruine Winzer und Burg Dobl mit ihrer romanischen Burgkapelle zu erwähnen.
Da wir schon vom Markt Winzer sprechen, wollen wir auch kurz auf das 64 Hektar grosse Naturschutzgebiet Winzerer Letten eingehen, auf dessen Auen sich zeitweise die vom Verschwinden aus bayerischen Gefilden bedrohten Vogelarten Blaukehlchen, Beutelmeise und Kiebitz aufhalten.
Auch Badeseen gibt es in der Region, beispielsweise das Freizeitzentrum
Sattling, ebenfalls in der Gemeinde Winzer sowie das Erlebnisbad Elypso.
Natürlich liegen im Landkreis Deggendorf auch einige Kirchen, die Sehenswürdigkeiten darstellen, beispielsweise die romanische Sankt Jakobskirche in Platting, die Rokoko-Kirche in Loh bei Stephansposching
und die Benediktinerabteien in Niederaltaich und in Metten.
Im Landreis Deggendorf gibt es neben Realschulen und Gymnasien sowie Berufsfachschulen die Fachhochschule Deggendorf mit Bachelor- und Masterstudiengängen wie beispielsweise Informatik, Bauingenieurwesen,
Betriebswirtschaft,
Elektro- und Informationstechnik,
International Management,
Maschinenbau
Mechatronik und optische Technologien,
Medientechnik
Produktionstechnik,
Ressourcen- und Umweltmanagement
Tourismusmanagement und
Wirtschaftsinformatik.
Daneben gibt es in Deggendorf und Umgebung mehrere Museen mit vielen interessanten Ausstellungen, beispielsweise die asiatische Kunstsammlung, welche sich auf Schloss Egg befindet, während der Arkadenhof in Schloss Offenberg Veranstaltungsort für verschiedene kulturelle Ereignisse, z. B. die Europäischen Wochen der Europäischen Akademie für Kultur und Gesellschaftsfragen, ist.
In Gratersdorf befindet sich der Skulpturengarten Sonnenwald, wo Besucher für 2,50 eine einmalige Kombination von Skultpuren 52 moderner Künstler vor einer prächtigen Naturkulisse geniessen können.
Unter den Museen kann auf das Ziegel- und Kalkmuseum in Flintsbach bei Winzer hingewiesen werden, wo nebenbei auch einige Konzerte und Theateraufführungen veranstaltet werden.
Konzerte werden auch in zum Benediktinerkloster Metten gehörenden Schloss Himmelberg veranstaltet.
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